
Puh! Ich habe keinen „Wertekanon“ und fände es auch schwierig, anderen Menschen einen familiären Umgang miteinander „empfehlen“ zu müssen. Es ist nicht damit getan, einen Kanon zu entwickeln, weil Haltungen sich ja über die Ausgestaltung von menschlichen Beziehungen äußern. Dies gilt auch für den familiären Umgang von Eltern und Kindern, in den Werte immer schon eingebettet sind. Sie gehören ganz selbstverständlich dazu.
In Eltern-Kind-Beziehungen spielen Vertrauen und „Sich-verstanden-Fühlen“ die entscheidende Rolle. Wenn Kinder dann noch Freundlichkeit, Verlässlichkeit, Empathie und Offenheit in einer Beziehung erfahren können, haben Eltern eine wesentliche Basis für Beziehungsfähigkeit gelegt.
Kinder lernen gar nicht in einer Beziehung. Die Unterscheidung ist wichtig: Sie erfahren sich und uns. Wenn Eltern ihnen eine Beziehung anbieten, machen sie gute und bisweilen auch weniger gute Erfahrungen. Die Herausforderung besteht darin, mit und an diesen Erfahrungen zu arbeiten, über sie zu sprechen, sich mit ihnen zu entwickeln.
Wie gesagt: Eigenschaften oder „Werte“ werden immer über Beziehungen vermittelt und erfahren. Somit geht es in meiner Arbeit mit den Familien auch immer um Eigenschaften und um die Frage: Was leben Eltern ihren Kindern vor? Wie gehen Eltern mit ihren Kindern um? Wie sollen die Kinder einen guten Umgang miteinander finden, wenn die Elternbeziehung von Verständnislosigkeit, wenig Empathie und Freundlichkeit geprägt ist?
Sie fragen mich nach meiner eigenen Haltung? Ich möchte Offenheit, Freundlichkeit, Wertschätzung, Vertrauen und Sensibilität vermitteln. Das kann ich nur, wenn ich diese Eigenschaften selber in die Beziehung hineintrage. Das versuche ich jeden Tag.
Statt der Anerkennung ist mir die Wertschätzung gegenüber anderen Menschen wichtiger. Jeder Mensch braucht Wertschätzung und das Gefühl, dass er als Person angenommen und gemocht wird. Ich erfahre jeden Tag Wertschätzung in meiner Familie und versuche auch, Menschen grundsätzlich mit Wertschätzung gegenüberzutreten.
Liebe Lehrer- und ErzieherInnen,
Schulen und Kindertagesstätten sind ein Ort des Lebens und Lernens. Wir alle wollen uns dort wohlfühlen. Wir wissen, selbstbewusste und glückliche Kinder lernen besser:
• Ihr Kollegium und Ihre SchülerInnen kommen gerne in die Schule oder Kita: Was tun Sie dafür?
• Spannungen, Auseinandersetzungen und Konflikte: Wie gehen Sie damit um?
• Achtung und Anerkennung bestimmen Ihr Schul- und Klassenklima: Worauf kommt es an?
Erzählen Sie uns von Ihren Erfahrungen in der Werteerziehung!
Markieren Sie Ihr Projekt auf der „Landkarte der Anerkennung“!
Tauschen Sie sich aus und holen Sie sich neue Impulse für Ihre Arbeit!
Machen Sie Respekt und Anerkennung sichtbar!
*Ihr Tabaluga und das Alle-Achtung-Team
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„Respekt und Anerkennung sind unverzichtbare Lebensmittel im sozialen Miteinander. Was für mich und meine musikalische Arbeit in der Band gilt, hat für geglückte Bildung und Erziehung keine geringere Bedeutung. Mit diesem Internetportal und seiner ‚Landkarte der Anerkennung’ schließen wir eine Lücke im Internetangebot für Erzieher- und LehrerInnen. Es gibt noch kein Portal, das anhand einer Landkarte die vielfältigen Werteerziehungsprojekte der Kindertageseinrichtungen und Schulen sichtbar und zugänglich macht.“
Werte sind die
Antworten auf
existenzielle Fragen
der Menschen.
Herbert F., Gymnasiallehrer, 45 Jahre