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Alle Achtung in der Grundschule

Soziales Miteinander visualisieren

Das Schaubild „Give me 5“

Sie kennen das aus der täglichen Praxis: Kinder verstecken oder machen kaputt, was anderen gehört. Die Wertschätzung anderer Mitschüler und die Achtung ihres Eigentums lässt manchmal zu wünschen übrig. Bei negativen Sanktionen ist zudem das Dilemma bekannt: Sie helfen nicht, die Sozialkompetenz zu steigern. Im Gegenteil: Das Klima zwischen Schülern und Lehrern verschlechtert sich nur.

TeamPinBoard als Methode, Sozialziele zu visualisieren
Die Grundschule in Gachenbach arbeitet seit 2004 erfolgreich mit den Unterrichtsmaterialien von TeamPinBoard, die von Gerhard Kleindiek entwickelt wurden. Sie fördern einen positiven Umgang mit Sozialfähigkeiten und geben konkrete Handlungs- und Sprachmuster vor. Die Materialien unterstützen die Entwicklung von gegenseitiger Wertschätzung und höflichen Umgangsformen in der ersten bis zur vierten Klasse. Gemeinsame Ziele, wie gegenseitiges Grüßen oder sich Entschuldigen bei Konflikten, werden zudem in der Schulhausordnung verankert.

Frau Höckmayr, Rektorin der Schule, sagt über ihre Erfahrungen mit den Unterrichtsmaterialien von TeamPinBoard: „Die Materialien machen einfache Sozialfertigkeiten konkret sichtbar. So bleibt es nicht bei abstrakten Appellen, sondern das soziale Miteinander wird greifbar durch Schaubilder visualisiert.“

TeamPinBoard wird deutschlandweit in über 100 Klassenzimmern angewendet. Kopiervorlagen und Materialien für den Unterricht sind bestellbar unter:
www.teampinboard.de.

Die Grundschule Gachenbach arbeitet darüber hinaus auch erfolgreich mit dem Präventionsprogramm „Faustlos“ und bildet einige Schüler zu Streitschlichtern aus. Hierdurch übernehmen Kinder selbst Verantwortung für die Lösung von Konflikten und steigern ihre kommunikativen Kompetenzen.

Mehr zum Projekt „Gemeinsam sind wir stark“ der Grundschule Gachenbach finden sie auf der Landkarte der Anerkennung.

Alle Achtung im Kindergarten

Mo-ment, zuhören ist wichtig!

Oft reden Kinder durcheinander, hören einander nicht zu oder fallen sich ins Wort. Groß und Klein haben dann oft Mühe, sich Gehör zu verschaffen. Am Ende sind alle enttäuscht, weil sie sich nicht wahr- und ernst genommen fühlen.
Um einander zuzuhören und ausreden zu können, arbeiten die Erzieherinnen der Kita Götzer Landmäuse in Groß Kreutz und die Grundschule in Isen (Landkreis Erding) jeweils mit ihren Schützlingen zusammen am Mo-Projekt.

Zuhören bedeutet, einander zu schätzen

Zum Team gehört außerdem noch das Mo-Männchen – ein Smiley mit einem großen Ohr, der auf Plakaten und einer Baseballmütze gedruckt ist. Erfunden hat es Monika Miess, die selbst Horterzieherin und Mutter von vier Kindern ist. Es kommt zum Einsatz, wenn es gerade wieder besonders drunter und drüber geht. Hält ein Kind das Mo-Männchen hoch, heißt das für alle anderen: „Mo-ment, zuhören ist wichtig!“ „Kinder nehmen Mo als Symbol für aktives Zuhören wahr und verbinden die Figur mit den Sätzen wie: ‚Mo-ment, zuhören ist wichtig!‘ oder: ‚Ausreden lassen!‘“, erläutert Monika Miess.

„Mo hat schließlich ein Ohr. Auf diese Weise lernen sie spielerisch, bewusst zuzuhören und andere Menschen ernst zu nehmen“, sagt die Erzieherin. So finden bei den Götzer Landmäusen mit dem Mo-Männchen regelmäßig Mo-Stunden statt, in denen sich die Kinder Mo-Geschichten rund ums Zuhören und Ausreden-Lassen ausdenken können. Dabei achten alle gemeinsam darauf, dass alle gut zuhören und jedes Kind ausreden darf. In Mo-Rollenspielen stellen sie Situationen nach, in denen ihnen niemand zuhörte, und sprechen gemeinsam darüber, wie sie sich in diesen Momenten fühlten. Dieses Gespür für alltägliche Situationen und den Wunsch nach einem respektvollen, positiven Miteinander tragen die Kinder schließlich auch nach Hause.

Mehr zum Projekt finden sie auf der Landkarte der Anerkennung.

Die Erfinderin des Mo-Männchens, Monika Miess, bietet Fortbildungen für ErzieherInnen und Lehrkräfte an. Der Einsatz von Mo kann direkt vor Ort im Kindergarten oder der Grundschule erfolgen.
Kontakt: www.mo-zuhoeren.de.

zum Hilfebereich

Tabaluga mit einem Mädchen

Liebe Lehrer- und ErzieherInnen,

Schulen und Kindertagesstätten sind ein Ort des Lebens und Lernens. Wir alle wollen uns dort wohlfühlen. Wir wissen, selbstbewusste und glückliche Kinder lernen besser:

• Ihr Kollegium und Ihre SchülerInnen kommen gerne in die Schule oder Kita: Was tun Sie dafür?
• Spannungen, Auseinandersetzungen und Konflikte: Wie gehen Sie damit um?
• Achtung und Anerkennung bestimmen Ihr Schul- und Klassenklima: Worauf kommt es an?

Erzählen Sie uns von Ihren Erfahrungen in der Werteerziehung!
Markieren Sie Ihr Projekt auf der „Landkarte der Anerkennung“!
Tauschen Sie sich aus und holen Sie sich neue Impulse für Ihre Arbeit!

Machen Sie Respekt und Anerkennung sichtbar!

*Ihr Tabaluga und das Alle-Achtung-Team

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Peter Maffay_web

Peter Maffay, Rockmusiker und NGO-Aktivist

„Respekt und Anerkennung sind unverzichtbare Lebensmittel im sozialen Miteinander. Was für mich und meine musikalische Arbeit in der Band gilt, hat für geglückte Bildung und Erziehung keine geringere Bedeutung. Mit diesem Internetportal und seiner ‚Landkarte der Anerkennung’ schließen wir eine Lücke im Internetangebot für Erzieher- und LehrerInnen. Es gibt noch kein Portal, das anhand einer Landkarte die vielfältigen Werteerziehungsprojekte der Kindertageseinrichtungen und Schulen sichtbar und zugänglich macht.“

Werte sind die
Antworten auf
existenzielle Fragen
der Menschen.
Herbert F., Gymnasiallehrer, 45 Jahre