
Philipp Lahm ist linker Verteidiger des Vize-Europameisters 2008 und Mitglied des Kaders von Bayern München. Mit seiner Stiftung engagiert er sich für Kinder in Afrika.
„Alle Achtung“ hat Phillip Lahm danach gefragt, welche Werte die Person und den Profi-Kicker stark machen.

Anerkennung ist für jeden Menschen wichtig. Im Fußball kommt sie oft mit dem Erfolg. Ob im Training oder im Spiel – ein guter Spieler erhält vom Verein, von den Mannschaftskollegen, auch von seinen Gegenspielern Respekt für seine sportliche Leistung. Aber das reicht nicht, um anerkannt zu werden. Hier zählen vor allem die Persönlichkeit und der Charakter des Einzelnen. Wer seine Kollegen und seine Mitmenschen respektiert, bekommt auch Anerkennung zurück. Beim Fußball ist es so: Persönliche Ziele verfolgt man immer gemeinsam mit anderen. Alle ziehen an einem Strang und dabei ist jeder ein wichtiger Teil des Ganzen.
Schon als Kind und Jugendlicher habe ich durch meine Erfolge im Sport viel Respekt erfahren. Darüber hinaus gab es aber auch noch eine andere Art von Anerkennung. Die hatte gar nichts mit Erfolg und Status zu tun. Der Geborgenheit in meiner Familie habe ich viel zu verdanken. Und ich erfahre sie noch immer. Diese Situation hat mich geprägt. Sie ist vielleicht auch der Grundstock meines Erfolges. Deshalb versuche ich ja auch, ein Stück davon an andere weiterzugeben.
Als Kind wurde ich oft wegen meiner Körpergröße gehänselt. Zudem heiße ich ja „Lahm“ – was sich auch gut für Wortspiele eignet. Schön war das natürlich nicht, aber ich habe früh gelernt, damit umzugehen. Meine sportlichen Erfolge und meine Familie haben mir Sicherheit gegeben. Und: Unfaire Behandlung habe ich mit sportlicher Leistung beantwortet.
Ehrlichkeit ist so ein Wert, der große Bedeutung für mich hat. Ich gehe ehrlich mit meinen Kollegen und den Menschen in meiner Nähe um. Das erwarte ich auch von anderen. Dabei kann ich ehrlich und durchaus kritisch sein. Ich will einem anderen meine Meinung ganz offen sagen können. Nach dem Motto: „Dieses oder jenes würde ich anders angehen!“ Nur konstruktive Kritik bringt mich persönlich weiter. Man braucht auch ein Feedback von außen, um sich selbst zu prüfen.
Eine Mannschaft kann ohne den Konkurrenzkampf zwischen den einzelnen Spielern gar nicht funktionieren. Aber Fußball ist ein Mannschaftssport. Einzelleistungen funktionieren nur im Zusammenspiel mit anderen. Daher ist es wichtig, dass sich die Spieler gegenseitig respektieren und anerkennen. Nur so sind Erfolge im Fußball möglich.
Im Fußball sind alle Mannschaftsspieler ein wichtiger Bestandteil des Ganzen. Trotzdem gibt es in einer Mannschaft immer auch eine gewisse Hierarchie. Wir verfolgen gemeinsam Ziele und respektieren uns. Aber dennoch sind wir als Spieler unterschiedlich – ganz so, wie auch unsere Gesellschaft funktioniert. Im Fußball, im Sport, in der Gesellschaft gibt es immer wieder Ausnahmeerscheinungen – Menschen, die einfach Großartiges leisten. Dann ist es doch klar, nicht eifersüchtig auf denjenigen zu schauen. Ich sehe das positiv: Mit diesem Spieler an meiner Seite ist die Mannschaft, und bin auch ich, erfolgreicher! Ich bringe ihm Wertschätzung entgegen!
Der Fußball zeigt es uns: Gemeinsam etwas zu machen bringt Erfolg und macht Spaß – aber eben nur dann, wenn man respektvoll und ehrlich miteinander umgeht und den anderen anerkennt! Diesen Umgang übt man im Fußballverein von klein auf – hier lernt man das auf spielerische Art und Weise!
Wie gesagt, meine Familie war und ist für mich ein Ort der Geborgenheit und somit auch ein wichtiger Bestandteil meines persönlichen und sportlichen Erfolges. Mein Status hängt natürlich auch damit zusammen, dass ich ein Fußball-Profi bin und Fußball weltweit die beliebteste Sportart ist. Dadurch bin ich ein Vorbild für viele Kinder. Und ich möchte meine glückliche Situation mit anderen teilen. Deswegen habe ich eine eigene Stiftung gegründet, die sich in Afrika und auch hier in Deutschland der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen widmet: ihrer Bildung und Weiterbildung, ihrer Gesundheit – und das natürlich in Verbindung mit Sport!
Mehr von Philipp Lahm unter: www.philipplahm.de
Liebe Lehrer- und ErzieherInnen,
Schulen und Kindertagesstätten sind ein Ort des Lebens und Lernens. Wir alle wollen uns dort wohlfühlen. Wir wissen, selbstbewusste und glückliche Kinder lernen besser:
• Ihr Kollegium und Ihre SchülerInnen kommen gerne in die Schule oder Kita: Was tun Sie dafür?
• Spannungen, Auseinandersetzungen und Konflikte: Wie gehen Sie damit um?
• Achtung und Anerkennung bestimmen Ihr Schul- und Klassenklima: Worauf kommt es an?
Erzählen Sie uns von Ihren Erfahrungen in der Werteerziehung!
Markieren Sie Ihr Projekt auf der „Landkarte der Anerkennung“!
Tauschen Sie sich aus und holen Sie sich neue Impulse für Ihre Arbeit!
Machen Sie Respekt und Anerkennung sichtbar!
*Ihr Tabaluga und das Alle-Achtung-Team
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„Respekt und Anerkennung sind unverzichtbare Lebensmittel im sozialen Miteinander. Was für mich und meine musikalische Arbeit in der Band gilt, hat für geglückte Bildung und Erziehung keine geringere Bedeutung. Mit diesem Internetportal und seiner ‚Landkarte der Anerkennung’ schließen wir eine Lücke im Internetangebot für Erzieher- und LehrerInnen. Es gibt noch kein Portal, das anhand einer Landkarte die vielfältigen Werteerziehungsprojekte der Kindertageseinrichtungen und Schulen sichtbar und zugänglich macht.“
Werte sind die
Antworten auf
existenzielle Fragen
der Menschen.
Herbert F., Gymnasiallehrer, 45 Jahre